Rekordübernahme
Bayer zahlt für Monsanto einen Kaufpreis von rund 66 Mrd. US-$. In zweierlei Hinsicht handelt es sich um eine Rekordsumme: Es ist die weltweit teuerste Unternehmenshochzeit des Jahres. Außerdem ist es die größte Übernahme, die je ein deutscher Konzern im Ausland gestemmt hat. Bayer will damit den global führenden Agrarchemie- und Saatgutkonzern schmieden. Der Deal muss aber noch abgesegnet werden - von rund 30 Kartellbehörden weltweit. (az)
Monsanto habe im vierten Quartal (Juni bis August 2016) unter dem Strich einen Verlust von 191 Mio. US-$ gemacht, teilte das Unternehmen aus St. Louis am Mittwoch mit. Im Vergleich zum Abschlussquartal 2015 hat das Unternehmen, das kurz vor einer Rekordübernahme durch Bayer steht, den Verlust aber eindämmen können: Vor Jahresfrist schrieb Monsanto mit einem Minus von fast 500 Mio. US-$ tiefrote Zahlen.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2015/16 hat das Unternehmen hingegen schwarze Zahlen vorgelegt. Allerdings ist der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 40 Prozent auf 1,4 Mrd. US-$ eingebrochen. Der Umsatz ging um 10 Prozent auf 13,5 Mrd. US-$ zurück.
 
Hauptproblem für Monsanto ist derzeit der starke Dollar. Ohne Währungseffekte hätte das Umsatzminus im gesamten Geschäftsjahr nur 5 Prozent betragen, der Gewinn wäre lediglich um 13 Prozent zurückgegangen. Aber nicht nur ungünstige Wechselkursverhältnisse machen Monsanto zu schaffen, sondern auch schlechtere Preise beim Verkauf von Glyphosat.

Vorstandschef Hugh Grant ist für 2016/17 aber optimistisch. Er erhofft sich im Saatgutgeschäft ein deutliches Umsatzplus – vor allem mit Sojabohnen. Das Ergebnis je Aktie soll im neuen Geschäftsjahr zwischen 3,83 und 4,35 US-$ und damit deutlich über den knapp 3 US-$ in der abgelaufenen Geschäftsperiode liegen. (sp)
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