Übernahmepläne

Monsanto lässt nicht locker

Wer wie Monsanto bis 2019 seinen Umsatz im Pflanzenschutzmittel- und Saatgutgeschäft verdoppeln will, muss wachsen, und das ist nur mit Firmenzukäufen zu schaffen. Deshalb lotet das US-Unternehmen jetzt einen möglichen Kauf von Bayer Crop Science aus. Wie das Handelsblatt am Donnerstag berichtet, führt Monsanto-Chef Hugh Grant wieder Übernahmegespräche.

Der Kauf der Bayer-Tochtergesellschaft Bayer Crop Science, die hinter Syngenta Platz zwei im internationalen Pflanzenschutzmittelgeschäft rangieren, würde Sinn ergeben, schreibt das Handelsblatt. Auch die Pflanzenschutzsparte der BASF SE würde besprochen. Monsanto könnte mit einer Übernahme sein Portfolio erweitern. Wichtigstes Produkt ist Round Up mit dem Wirkstoff Glyphosat. Aktuell ist in der EU um den umstrittenen nicht selektiven herbiziden Wirkstoff eine Debatte entfacht, nachdem zuletzt die europäische Lebensmittelbehörde Efsa den Wirkstoff für unbedenklich hält.

Monsanto versuchte in diesem Jahr vergeblich, Syngenta ein Übernahmeangebot in Höhe von 47 Mrd. US-$ zu unterbreiten. Ende August zog das Unternehmen seine Übernahmepläne frustriert zurück, da die Schweizer sich entschieden gegen die Offerete wehrten. Nun aber dreht sich das  Fusionskarussell wieder. Laut Handelsblatt scheint sich das chinesische Unternehmen ChemChina für Syngenta zu interessieren. Dies ruft Monsanto wieder auf den Plan, um Syngenta erneut seine Avancen zu machen. (da)
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