Halbjahreszahlen

Monsanto legt kräftig zu

Der Umsatz der Monsanto Company, St. Louis, ist im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2016/17 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf rund 7,7 Mrd. US-$ gestiegen. „Wir sind begeistert, dass wir so ein exzellentes erstes und zweites Quartal abgeliefert haben“, kommentierte Monsanto-Chef Hugh Grant das Abschneiden in den sechs Monaten September 2016 bis Februar 2017 – besonders angesichts des schwierigen ökonomischen Umfelds der Agrarbranche. Allerdings hatte Monsanto selbst vor einem Jahr auch ungewöhnlich schwache Zahlen vorgelegt.

Maissaatgutgeschäft floriert

Um 16 Prozent haben die Monsanto-Verkäufe von Saatgut zugelegt – mit Mais und Soja an der Spitze. Nachdem im 1. Quartal das Südamerikageschäft dominierte, haben im 2. Quartal – also in den Monaten Dezember bis Februar – vor allem die Maissaatgutumsätze in den USA, Europa und Brasilien zugelegt. Auch der Umsatz von Pflanzenschutzmitteln, die im Wesentlichen die Herbizidprodukte der Roundup-Familie umfassen, ist im 1. Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen.


Langer Prozess
Monsanto steht vor der Übernahme durch den Bayer-Konzern. Die Leverkusener wollen mit dem Zukauf den global führenden Agrarchemie- und Saatgutkonzern schmieden. Der Deal muss aber noch abgesegnet werden - von rund 30 Kartellbehörden weltweit. Der Prozess wird sich mindestens bis zum Jahresende hinziehen. Bei der EU-Kommission ist der Antrag noch gar nicht gestellt worden. (db)
Einen Sprung nach oben gemacht hat das Ergebnis. Den Nettogewinn im 1. Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres weist Monsanto mit fast 1,4 Mrd. US-$ aus, das sind 72 Prozent mehr als vor einem Jahr. Mit diesen Zahlen im Hintergrund blickt der Monsanto-Chef selbstbewusst in die geplante Zukunft unter dem Dach von Bayer. „Wir sind ein attraktiver und komplementärer Partner“, zeigte sich Grant am Mittwoch bei Vorlage der Quartalszahlen überzeugt.

Bessere Gewinnaussichten

Für das gesamte Geschäftsjahr 2016/17 stellte Grant den Anteilseignern einen Gewinn pro Aktie am oberen Ende der bisher genannten Spanne von 3,95 bis 4,44 US-$ in Aussicht – das wäre im Vergleich zu den 2,99 US-$ aus dem Geschäftsjahr 2015/16 ein deutlicher Anstieg. Wesentlich verwöhnter waren die Aktionäre jedoch mit Beträgen von 4,81 US-$ vor zwei Jahren. Damals wollte der Monsanto-Chef noch den Gewinn innerhalb von fünf Jahren verdoppeln. (db)
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