Klimaschutz

Monsanto plant Null Emissionen

Monsanto hat sich nach eigenen Angaben verpflichtet, in seinen Herstellungsprozessen mittelfristig unter dem Strich kein Kohlendioxid mehr auszustoßen. In der Saatgutvermehrung soll in den kommenden Jahren die konsequente konservierende Bodenbearbeitung im Mais- und Sojabohnenanbau helfen, dass es zu einer Anreicherung des Kohlendioxids im Boden kommt. Unterstützen sollen geeignete Zuchtstämme in Kombination mit der Pflanzenbiotechnologie.

Für die Pflanzenschutzsparte gilt ebenfalls das Jahr 2021 als Zielmarke, um auf kohlendioxidneutrale Produktion umzustellen. Hier ist eine Art Emissionshandel geplant, mit dem Landwirte für Monsanto einen Teil der Kohlendioxidmengen reduzieren können. Ein entsprechendes Anreizprogramm erarbeitet der Konzern nach eigener Aussage. Das Unternehmen will damit auch eine Vorreiterrolle für die praktische Landwirtschaft einnehmen, die von den Erkenntnissen ebenfalls im Konsumanbau profitieren soll.

Monsanto will mit diesem Schritt die Daten nutzen, die es in seinem Tochterunternehmen Climate Corporation sammelt. Umfangreiche Datensätze liegen bereits für den Mais- und Sojaanbau im Maisgürtel der USA vor. Monsanto kalkuliert, dass bei Anwendung von Best-Management-Praktiken allein in den USA in der Agrarproduktion jährlich eine Kohlendioxidmenge eingespart werden könnte, die einem Erdölverbrauch von 233 Mio. Barrel entspricht. (db)
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