Monsanto hat im dritten Turnus mit 717 Mio. US-$ insgesamt 37 Prozent weniger verdient als vor Jahresfrist. Der Umsatz sank von Februar bis Mai von 4,58 Mrd. auf 4,19 Mrd. US-$ und damit deutlich stärker als von Analysten erwartet. „Unsere Branche befindet sich auf dem Tiefpunkt“, sagte Vorstandschef Hugh Grant. „Wir kämpfen mit unvorhersehbaren Herausforderungen.“

Branche leidet unter starkem Dollar

Die gesamte Agrochemiebranche in den USA leidet unter dem starken US-Dollar und der schwachen Nachfrage durch landwirtschaftliche Betriebe. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht: Der Dollar hat nach dem Votum der Briten für einen EU-Austritt weiter an Wert im Vergleich zum Euro gewonnen, viele Anleger flüchten in die USA. Das trifft auch die US-Bauern, deren Erzeugnisse auf dem Weltmarkt im Vergleich teurer werden.

Beim Pokern um ein höheres Übernahmeangebot von Bayer kommen die schwächeren Unternehmensergebnisse von Monsanto zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Denn Monsanto-Chef Grant will mehr von den Leverkusenern und lässt sich bislang auch noch nicht in Bücher schauen – obwohl der neue Bayer-Chef Werner Baumann 62 Mrd. US-$ für den Weltmarktführer in der Saatgutbranche bietet. Bayer indes will das Angebot nicht aufstocken, ohne das Zahlenwerk von Monsanto genauer geprüft zu haben. (sp)
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