Monsanto verzichtet in Frankreich freiwillig auf den Verkauf gentechnisch veränderter Maissorten. Das Unternehmen reagiert auf den politischen Gegenwind. Der US-Konzern hat angekündigt, in Frankreich weder 2012 noch in den Folgejahren Saatgut der GV-Sorte MON810 anzubieten, berichtet Agra Europe London. Rein rechtlich wäre der Saatgutvertrieb zwar möglich, aber Monsanto hält nach eigener Einschätzung die politischen Bedingungen für „unvorteilhaft". Das Unternehmen rechnet damit, dass die Regierung in Paris noch vor der diesjährigen Maisaussaat ein Moratorium für den Anbau von GV-Mais aussprechen könnte. Das lässt sich aus Aussagen von Staatspräsident Nicolas Sarkozy ableiten, der bereits im Dezember eine neue Schutzklausel im Agrarrecht angekündigt hatte. Damit reagierte er auf die Entscheidung des höchsten französischen Verwaltungsgerichts, das Ende November das nationale Anbauverbot für MON810 aufgehoben hatte. Seit 2008 ist der Anbau in Frankreich national untersagt. (az)
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