Bayer-Angebot

Monsanto sagt Nein


Milliarden-Angebot
Die Bayer AG hat am Montag dieser Woche ein Angebot vorgelegt. Für 122 US-$ pro Aktie in bar will der Leverkusener Konzern Monsanto übernehmen. Es errechnet sich ein Kaufpreis von 62 Mrd. US-$, der einen Aufschlag von 37 Prozent auf den Schlusskurs der Monsanto-Aktie vom 9. Mai 2016 bedeutet. (db)
Am frühen Dienstagabend Mitteleuropäischer Zeit kam aus St. Louis im US-Bundesstaat Missouri das Nein. Der Verwaltungsrat der Monsanto Company, so heißt es in der Absage, lehnt das Angebot der Bayer AG einstimmig als „unvollständig und finanziell unzureichend" ab. Gleichwohl sei man offen für weitere konstruktive Gespräche, um zu beurteilen, ob eine Transaktion im besten Interesse der Monsanto-Aktionäre erzielt werden könne. Einen Zeitplan gibt das Gremium jedoch nicht vor.

Überzeugt sei der Verwaltungsrat von den Vorteilen, die eine integrierte Strategie für die Landwirte biete, sagte Hugh Grant, CEO von Monsanto und Mitglied des Verwaltungsrates. Der gebotene Kaufpreis unterschätze allerdings den Wert von Monsanto und enthalte auch keine ausreichende Prämie für die Risiken, die mit der Finanzierung oder mit regulatorischen Auflagen verbunden sein könnten.

Am späten Dienstagabend hat dann die Bayer AG die Antwort auf ihrer Website veröffentlicht. „Wir freuen uns, dass der Verwaltungsrat von Monsanto unsere Überzeugung von den erheblichen Vorteilen einer integrierten Strategie insgesamt teilt“, lässt dort der Bayer- Vorstandsvorsitzende Werner Baumann mitteilen und gibt sich optimistisch: „Wir sind zuversichtlich, dass wir alle Fragen zur Finanzierung und zu regulatorischen Aspekten im Zusammenhang mit der Transaktion klären können. Es ist weiterhin unser Ziel, diese für beide Seiten überzeugende Transaktion gemeinsam zum Abschluss zu bringen.“ Das Bayer-Angebot über 122 US-$ je Aktie in bar stelle einen „attraktiven und sicheren Wert für die Aktionäre von Monsanto" dar, so der Leverkusener Konzern. (db)
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