Quartalsauftakt

Monsanto schreibt rote Zahlen


Der Umsatz der Monsanto Company, St. Louis, ist im 1. Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 23 Prozent auf rund 2,2 Mrd. US-$ gesunken. Es handelt sich um die Monate September bis November 2015, die bereits zum Geschäftsjahr 2016 zählen. Um 34 Prozent sind die Monsanto-Verkäufe von Pflanzenschutzmitteln eingebrochen, die im Wesentlichen die Herbizidprodukte der Roundup-Familie umfassen. Am Saatgutumsatz fehlen 20 Prozent. Hier hat Monsanto in den Segmenten Mais und Baumwolle deutlich verloren, wogegen Soja – allerdings auf niedrigem Niveau – weiter dazugewonnen hat.

Hohe Restrukturierungskosten

Als Gründe werden im Quartalsbericht die Stärke des US-Dollar, niedrige Glyphosatpreise und ein Rückgang der Maissaatgutverkäufe in Lateinamerika genannt. Zwar sind im 1. Quartal mit dem Umsatz auch die operativen Ausgaben gesunken, gleichzeitig weist Monsanto aber Restrukturierungskosten von 271 Mio. US-$ aus. Alle Einflüsse zusammen haben dem Konzern einen Quartalsverlust von 253 Mio. US-$ beschert – vor einem Jahr stand hier ein Gewinn von 243 Mio. US-$. Allerdings hatte der Monsanto-Vorstand nach eigener Aussage noch höhere Verluste erwartet.

Schwacher Peso bringt Verluste

Monsanto-Chef Hugh Grant versprach am Mittwoch bei Vorlage der Quartalszahlen den Aktionären eine Fokussierung der Aktivitäten und Kostendisziplin. Kurzfristig rechnet er jedoch mit weiterem Gegenwind, aktuell auch durch die starke Abwertung des argentinischen Peso, der dem in US-Dollar abrechnenden US-Konzern weitere Umsatzrückgänge im Argentinien-Geschäft beschert. In der Monsanto-Organisation werden außerdem Restrukturierungsaufwendungen den Gewinn schmälern. Grundsätzlich soll 2016 aber die Grundlage für künftiges Wachstum gelegt werden.

„Wir bleiben zuversichtlich, unsere Ziele und Meilensteine zu erreichen“, sagte Grant. Dies gelte sowohl in der nahen Zukunft als auch im bevorstehenden Zehnjahreszeitraum. Hier hatte der Monsanto-Vorstand noch im Spätsommer 2015 das Ziel bekräftigt, den Gewinn binnen fünf Jahren zu verdoppeln.

Aktionäre müssen sich bescheiden

Im Geschäftsjahr 2016 müssen sich die Aktionäre jedoch bescheiden. Grant stellt den Anteilseignern einen Gewinn pro Aktie von 4,12 bis 4,79 US-$ in Aussicht. Im Ende August 2015 beendeten Geschäftsjahr 2015 waren es 4,81 US-$ gewesen. (db)
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