Strategie

Monsanto setzt auf Raps


Nadine Vogels informiert am Monsanto-Stand
-- , Foto: Dagmar Behme
Nadine Vogels informiert am Monsanto-Stand

Die Strategie optimieren will die Monsanto Agrar Deutschland GmbH, Düsseldorf. „Wir wollen Marktführer in der Digitalisierung werden", nannte Geschäftsführer Stefan Kocher bei einer Pressekonferenz auf den DLG-Feldtagen als ein Ziel. Außerdem gab er für die Saatgutsparte, die unter der Marke Dekalb Saatgut von Mais und Raps vertreibt, ehrgeizige Wachstumsabsichten bekannt.

In Europa ist Monsanto mit Saatgut bereits eine Größe. Bei Mais hält das Unternehmen 15 Prozent des europäischen Marktes und ist die Nummer 2. Bei Raps schafft es Monsanto mit einem Marktanteil von 25 Prozent sogar zum Marktführer.

Monsanto will mehr
Für 62 Mrd. US-$ in bar will Bayer Monsanto kaufen. Die vor wenigen Wochen gebotenen 122 US-$ pro Aktie bedeuten einen Aufschlag von 37 Prozent auf den Schlusskurs der Monsanto-Aktie vom 9. Mai 2016 - das ist der Tag, bevor Bayer öffentlich Kaufinteresse bekundet hat. Dennoch hat Monsanto das Angebot als zu niedrig abgelehnt. (db)
In Deutschland sind die Zahlen kleiner. Hier hält Monsanto bei Mais 5 Prozent und bei Raps 7 Prozent. Vor allem mit Raps will das Unternehmen deutlich zulegen und strebt an, Nummer 2 hinter Rapool zu werden. Als Besonderheit des Rapssortiments stellt Kocher die Phomaresistenz heraus.

Keine näheren Aussagen traf Kocher auf den DLG-Feldtagen zu den Verhandlungen mit Bayer. Es sei noch völlig offen, ob es überhaupt zu einer Transaktion käme. Auch gäbe es keine Frist für weitere Gespräche. (db)
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