Halbjahresbilanz

Monsanto spürt Maisflaute


Der Umsatz der Monsanto Company, St. Louis, ist im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2015 (September 2014 bis März 2015) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10 Prozent auf 8,1 Mrd. US-$ gesunken. Stark verloren haben die Umsätze mit Maissaatgut. Das gleiche gilt für die Verkäufe von Pflanzenschutzmitteln, die im Wesentlichen die Herbizidprodukte der Roundup-Familie umfassen. Deutlich zugelegt hat Monsanto dagegen mit Sojasaatgut.

Als aktuellen Halbjahresgewinn weist das Unternehmen netto rund 1,7 Mrd. US-$ aus. Er ist 18 Prozent geringer als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Monsanto-Chef Hugh Grant übt sich trotz der deutlichen Rückgänge in Zuversicht. Die langfristigen Wachstumstreiber seien intakt. Vor allem im Sojamarkt will Monsanto mit der bevorstehenden Einführung neuer Sorten Marktanteile gewinnen.

Vorerst rechnet Grant jedoch mit „Gegenwind“. Die Schätzung einer rückläufigen Maisfläche in den USA trifft das Unternehmen unmittelbar, weil Maissaatgut der größte Umsatzträger ist. Außerdem spürt Monsanto im internationalen Geschäft Nachteile durch den starken US-Dollar. Deswegen kündigt Grant erst einmal ein straffes Kostenmanagement an. (db)
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