Quartalsergebnis

Monsanto startet umsatzstark

Der Umsatz der Monsanto Company, St. Louis, ist im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 19 Prozent auf rund 2,7 Mrd. US-$ gestiegen. Wachstum gebracht hat nach Aussage von Monsanto-Chef Hugh Grant in den Monaten September bis November 2016 vor allem das Südamerikageschäft.

Saatgutgeschäft floriert

Um 32 Prozent haben die Monsanto-Verkäufe von Saatgut zugelegt – mit Mais und Soja an der Spitze. Dagegen ist der Umsatz von Pflanzenschutzmitteln, die im Wesentlichen die Herbizidprodukte der Roundup-Familie umfassen, um 2 Prozent gesunken. Mit den höheren Umsätzen ist es Monsanto auch gelungen, im 1. Quartal wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Den Nettogewinn weist das Unternehmen mit 29 Mio. US-$ aus – im Vergleich zu einem Quartalsverlust von 253 Mio. US-$ vor einem Jahr.

Langer Prozess
Monsanto steht 2017 vor der Übernahme durch den Bayer-Konzern. Mitte Dezember haben die Monsanto-Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Leverkusener wollen so den global führenden Agrarchemie- und Saatgutkonzern schmieden. Der Deal muss aber noch abgesegnet werden - von rund 30 Kartellbehörden weltweit. Der Prozess wird sich mindestens bis zum Jahresende hinziehen. (db)
Allerdings waren die Aktionäre auch schon einmal verwöhnter. Vor zwei Jahren erzielte Monsanto im 1. Quartal noch einen Gewinn von 243 Mio. US-$. Zur Begründung des vergleichsweise schwachen Abschneidens nannte der Monsanto-Chef Rückstellungen für die bevorstehende Bayer-Übernahme sowie höhere Provisionen in Südamerika und ungünstige Währungsrelationen.

Bessere Gewinnaussichten

Für das gesamte Geschäftsjahr 2016/17 kündigte Grant am Donnerstag bei der Vorlage der Quartalszahlen wie bereits im Vorjahr eine Fokussierung der Aktivitäten und Kostendisziplin an. Er stellte den Anteilseignern einen Gewinn pro Aktie von 3,97 bis 4,45 US-$ in Aussicht – im Vergleich zu den 2,99 US-$ aus dem Geschäftsjahr 2015/16 ein deutlicher Anstieg. Wesentlich verwöhnter waren die Aktionäre jedoch mit Beträgen von 4,81 US-$ vor zwei Jahren. Damals wollte der Monsanto-Chef noch den Gewinn innerhalb von fünf Jahren verdoppeln.

Im Vordergrund steht jetzt die Übernahme durch den Bayer-Konzern. Grant nutze die Bekanntgabe der Quartalszahlen am Donnerstag, um sich zufrieden über die Zustimmung der Aktionäre zu äußern, die im Dezember mit klarer Mehrheit grünes Licht gegeben hatten. (db)
stats