Monsanto sucht Roundup-Vertriebspartner

Der US-Konzern Monsanto organisiert Teile des globalen Roundup-Vertriebs neu. In der Zusammenarbeit mit zwei Unternehmen geht es um Produkte, die in Kombination mit Gentechnik angewendet werden. Zum einen hat Monsanto mit dem israelischen  Generika-Anbieter Makhteshim Agan (MAI) eine Vereinbarung getroffen. MAI darf danach Roundup-Ready-Plus-Produkte vertreiben, deren Patentschutz abgelaufen ist. Für diese Mittel erteilt Monsanto MAI die Erlaubnis, die Monsanto-Handelsmarke zu nutzen. Monsanto nennt als Beispiel Roundup-Ready-Produkte zum Einsatz in gentechnisch veränderter (GV-)Baumwolle. Für den deutschen Markt haben diese Mittel dagegen keine Bedeutung, weil hier keine GV-Sorten verbreitet sind. In Deutschland gehört die Feinchemie Schwebda GmbH (FCS) zu MAI.

Monsanto kündigt weiterhin eine strategische Partnerschaft mit dem japanische Konzern Sumitomo Chemical Co. (SCC) an. Dieses Unternehmen hat sich Ende 2009 am australischen Pflanzenschutzanbieter Nufarm Ltd. beteiligt, bei dem es sich ebenfalls um einen Generika-Anbieter handelt. Die neue Zusammenarbeit zwischen den Japanern und Monsanto betrifft SCC und das SCC-Tochterunternehmen Valent in den USA. Hier soll - wie mit MAI - der Vertrieb von Roundup-Ready-Produkten erweitert werden. Außerdem ist eine Zusammenarbeit auf dem südamerikanischen Markt geplant.

Das Roundup-Geschäft hat Monsanto im abgelaufenen Geschäftjahr Verluste beschert. Eine Reorganisation ist schon länger angekündigt. (db)
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