Der US-Agrarkonzern Monsanto muss sich für Vergiftungserscheinungen eines Landwirts in Frankreich verantworten. Das Landgericht in Lyon hat den Konzern zu einer Entschädigungszahlung verurteilt. Die Höhe der der Entschädigung soll erst nach weiteren Untersuchungen festgelegt werden. Der französische Landwirt hatte 2004 versehentlich das Herbizid Lasso eingeatmet und seitdem an neurologischen Störungen gelitten. Der Anwalt des Klägers wirft Monsanto vor, das Mittel erst 2007 vom Markt genommen zu haben, obwohl der Konzern seit den 80er Jahren über die Schädlichkeit des Mittels gewusst habe. Der in dem Mittel Lasso eingesetzte Wirkstoff ist seit Ende 2006 in der EU verboten. Medienberichten zufolge ist es das erste Urteil gegen einen Hersteller, in dem ein Zusammenhang von Pflanzenschutzmitteleinsatz und Erkrankung nachgewiesen werden konnte. (az)

 

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