Monsanto will 2011 wieder wachsen


Verluste im Herbizidgeschäft belasten den Gewinn des Monsanto-Konzerns. Das Saatgutgeschäft, das an Bedeutung gewinnt, bleibt dagegen so profitabel wie bisher. Nach Abschluss des 3. Quartals des Geschäftsjahres 2010, das am 1. September 2009 begonnen hat, zeigt sich das Unternehmen jedoch zuversichtlich, dass auch das Herbizidgeschäft nach einer Restrukturierung bald in die Gewinnzone zurückkehrt. Den Konzernumsatz im aktuellen Neunmonatszeitraum beziffert Monsanto auf 8,55 Mrd. US-$ und den Nettogewinn auf 1,25 Mio. US-$. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sind der Umsatz um 13 Prozent und der Gewinn um 47 Prozent gesunken. Die Nettorendite ist im Jahresvergleich von 24 Prozent auf aktuell 15 Prozent abgefallen.

Vor allem die Herbizidumsätze sind 2010 eingebrochen. Zur Begründung nennt Monsanto die niedrigen Preise für Roundup, denn die Absatzmenge ist nach Unternehmensangaben sogar noch gestiegen. Im 3. Quartal 2010 (März bis Mai) hat das Roundup-Segment sogar einen Verlust beschert, den das Management auch auf die eingeleiteten Restrukturierungen zurückführt. Dagegen sind die Umsätze im Geschäft mit Saatgut und Biotechnologie im Jahresvergleich weiter gestiegen. Sie stellen jetzt 78 Prozent des Konzernumsatzes.

Für 2011 stellt Monsanto wieder Wachstum in Aussicht. Es soll ausschließlich aus dem Saatgutsektor generiert werden. Im Herbizidsegment will das Unternehmen die Kosten senken und deutlich schwarze Zahlen schreiben. (db)
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