Übernahmepläne

Monsanto will mehr Geld


Aktuelles Angebot
Die Bayer AG hatte am Donnerstag bekannt gegeben, dass jetzt ein Angebot für die Übernahme von Monsanto über 125 US-$ pro Aktie in bar statt bisher 122 US-$ vorliege. Zudem seien Finanzierungs- und Regulierungsfragen geklärt. Sollte der Zusammenschluss jedoch an Kartellfreigaben scheitern, bietet Bayer Monsanto eine Ausfallzahlung in Höhe von 1,5 Mrd. US-$. Es errechnet sich ein Kaufpreis von rund 63,5 Mrd. US-$ und damit etwa 2,5 Prozent mehr als die 62 Mrd. US-$, die bisher geboten waren. (db)
Déjà-vu: Wie vor drei Wochen kommt aus St. Louis im US-Bundesstaat Missouri das kurz angebundene Nein zum Kaufangebot, das der Bayer-Konzern am vorigen Donnerstag bekannt gemacht hat (siehe Kasten). Zur Ablehnung schreibt Monsanto, dass der Verwaltungsrat der Monsanto Company das Angebot einstimmig als „finanziell nicht angemessen" beurteile. Es sei auch unzureichend hinsichtlich der Absicherung des Vertragsabschlusses. Gleichwohl bleibe Monsanto offen für weitere konstruktive Gespräche mit Bayer.

Nach allen Seiten offen

Das Gleiche gelte aber auch für Gespräche mit „anderen Parteien“, um zu einer Transaktion im besten Interesse der Monsanto-Aktionäre zu gelangen. Dazu kursieren Gerüchte, dass Monsanto an einem Deal mit der BASF ebenso interessiert sei wie daran, die abgebrochenen Verhandlungen mit Syngenta wiederzubeleben.

Bayer will Dialog fortsetzen

Bayer zeigte sich am Dienstagabend in einer Stellungnahme „enttäuscht“. Der deutsche Konzern wiederholte, dass es sich bei der Offerte von Bayer um einen Aufschlag von 40 Prozent zum Monsanto-Schlusskurs vom 9. Mai 2016 handele. Das angepasste Angebot sei, so Bayer weiter, eine „überzeugende Gelegenheit für eine sofortige und sichere Wertsteigerung für Monsanto-Aktionäre, insbesondere vor dem Hintergrund der zuletzt schwachen Geschäftsentwicklung und des reduzierten mittelfristigen Ausblicks von Monsanto“. Bayer will nach eigener Aussage den Dialog mit Monsanto fortsetzen und spricht von einer „angemessenen Vertraulichkeitsvereinbarung, die den Zugang zu weiteren Informationen ermöglicht“. Die Leverkusener hoffen so, mehr Einblick in die Bücher von Monsanto zu erlangen.  (db)
stats