Gerichtsverfahren

Monsanto zahlt für Weizenforschung


Fast zwei Jahre, nachdem im Mai 2013 gentechnisch veränderter (GV-) Weizen auf einer Farm im US-Bundesstaat Oregon gefunden worden ist, endet ein Gerichtsverfahren. Monsanto hat sich mit Landwirten in sieben US-Bundesstaaten auf einen Vergleich geeinigt. Danach zahlt der Saatgutkonzern jeweils 50.000 US-$ an staatliche Agraruniversitäten in den Bundestaaten, die wiederum dieses Geld der Weizenforschung widmen. Außerdem übernimmt das Unternehmen einen Teil der Anwalts- und Gerichtskosten der Kläger.

Ein Monsanto-Sprecher zeigte sich am Mittwoch bei Bekanntgabe des Vergleichs erleichtert: Statt weiterhin Zeit und Geld in endlose Gerichtsverfahren zu stecken, käme jetzt das Geld der Weizenbranche zugute. Ähnlich äußerten sich Vertreter der Weizenanbauer. Mit dem Vergleich sind allerdings noch nicht alle Ansprüche beglichen. Offen sind noch Klagen von Weizenanbauern im US-Bundesstaat Arkansas. Dagegen hat sich Monsanto im US-Bundessstaat Oregon bereits im Dezember 2014 geeinigt.

Der Grund, dass so viele Landwirte Monsanto verklagt haben, liegt in Handelsbeschränkungen. Denn kurz nach dem Fund des GV-Weizens im US-Bundesstaat Oregon hat Japan Lieferungen von US-Weizen storniert. Lange hielten diese Behinderungen jedoch nicht an, weil kein Weizen in die Vermarktung gelangt war. In den USA ist kein GV-Weizen zugelassen. Die GV-Spuren stammten von einer Linie, die Monsanto zwischen 1998 und 2007 bei Feldversuchen getestet hatte. (db)
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