Düngemittel

Mosaic im Umbruch

Zunächst will O´Rourke das Düngerwerk Plant City im US-Bundestaat Florida für mindestens ein Jahr schließen. Dieser Schritt dürfte nicht allzu große Verwerfungen auf dem Markt bringen. Schließlich gingen ständig neue Kapazitäten ans Netz, sagte O´Rourke unter Anspielung auf die Kapazitäten des Gemeinschaftsunternehmens von Mosaic in Saudi-Arabien. Ferner rechnet der Mosaic-Chef künftig mit höheren Margen bei Phosphatdüngern und einem niedrigeren Kapitaleinsatz.

Ein straffes Vertriebsnetz ist ebenso in dem Fortschrittsprogramm, dem sich Mosaic unterzieht, vorgesehen. Der wichtige indische Markt soll künftig mit Phosphatdüngern aus Saudi-Arabien beliefert werden. Hingegen seien Dünger aus den US-Werken für die Märkte in Nord- und Südamerika bestimmt. Einen Wertzuwachs verspricht sich O´Rourke von der Übernahme des brasilianischen Produzenten Vale Fertilizantes. Er erwartet Synergien von 275 Mio. US-$, die ihn seinem Ziel eines Ein-Milliarde-Dollar-Cashflow näherbringen. Für das Gesamtjahr 2017 will Mosaic die Dividende auf 10 Cent kürzen.

Kali-Projekt Esterhazy K3 bald am Start

Für die ersten neun Monate ergibt sich ein Umsatz von 5,3 Mrd. € wie im Vorjahr, bei einem Bruttogewinn von 563 (Vorjahr: 604) Mio. US-$. Ein schwacher Phosphatabsatz konnte in den Monaten von Juli bis September durch höhere Kalipreise ausgeglichen werden. Einige Werke erklärten wegen des Hurrikans 'Irma' Force Majeur und wurden abgeschaltet. Die Kapazitätsauslastung im 3. Quartal lag bei rund 80 Prozent. Insgesamt verkaufte Mosaic Diammonsulphat (DAP) zu einem Durchschnittspreis von 330 (326) US-$/t und Kalidünger zu 182 (160) US-$/t. Langfristig will Mosaic das Kali-Projekt Esterhazy K3 vollenden, um seine Marktposition als günstiger Kalianbieter zu festigen. (da)
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