Jahresbilanz

Mosaic schränkt Düngerproduktion ein


Die Effizienzsteigerung der Produktionsstätten von Mosaic in den USA und in Kanada standen im Mittelpunkt der Aktivitäten des Unternehmens im Geschäftsjahr 2015. Vor allem auf der Kostenseite konnte Mosaic Einsparungen verzeichnen. Denn die Märkte für Kali- und Phosphatdünger stehen unter Druck. Kostenintensive Produktionsstätten wurden geschlossen. Die Abbaukosten für Kalidünger vor allem in Kanada konnten um 16 Prozent gegenüber 2014 gesenkt werden. Während sich ein schwächerer Kurs des kanadischen Dollars positiv auswirkte, bewirkte ein starker US-Dollar im Exportgeschäft das Gegenteil. Hinzu kommen weltweite Überkapazitäten bei einer schwachen Nachfrage.

Doch auch die Investitionen sollen nicht zu kurz kommen. Im Plan sind die Ausbauarbeiten der Esterhazy-Mine, die bis 2017 in Betrieb genommen werden soll. Gut integriert sind jetzt auch die Vertriebsstellen von ADM in Brasilien und Paraguay, die Mosaic 2014 übernommen hatte.

Mosaic konnte den Nettogewinn in Höhe von 1 Mrd. US-$ gegenüber 2014 nahezu stabil halten. Dagegen sank der Umsatz im Gesamtjahr 2015 auf rund 8,9 (Vorjahr: 9) Mrd. US-$.

Gleich zu Jahresbeginn 2016 passt Mosaic seine Düngerproduktion der schwachen Marktentwicklung an. Die Phosphatproduktion soll in den ersten drei Monaten um 400.000 t reduziert werden, dazu werden abwechselnd Anlagen aus der Produktion genommen. CEO Tim Pro erwartet im 2. Halbjahr eine Besserung. Das Unternehmen rechnet mit einem Phosphatabsatz von 9 bis 10 Mio. t, bei Kali dürften es 6 bis 7 Mio. t werden. (da)

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