Düngemittel

Mosaic setzt auf Phosphatdünger

The Mosaic Company sieht sich auf einem guten Weg als Niedrigkostenproduzent. Dazu ist ein Sparplan von 500 Mio. US-$ in den kommenden fünf Jahren aufgelegt worden. Schon jetzt kann CEO Jim Prokopanko über erste Erfolge berichten. „Wir werden 2014 wieder mehr Dünger ausliefern als in den vergangenen Jahren “, sagte er am Donnerstag bei der Vorlage der Zahlen für das 3. Quartal 2014. Die Absatzzahlen kommen wieder in die Nähe des Rekordjahres 2008. Der darauf folgende Einbruch auf den Märkten hat Mosaic eine lange Durststrecke beschert.

Expansion in Brasilien

Nun verfolgt die Unternehmensführung zielstrebig die Integration des Phosphatgeschäftes von CF Industries im US-Bundesstaat Florida. Hier werden Synergieeffekte in Höhe von 40 bis 50 Mio. US-$ im Jahr 2015 erwartet. Die komplette Übernahme der Düngeraktivitäten von Archer Daniels Midland (ADM) in Brasilien und Paraguay soll bis Ende 2014 erfolgt sein. In Saudi-Arabien geht das Ma'aden-Phosphat-Joint-Venture zügig voran. Das Kali-Bergwerk in Hersey, Michigan, ist nun verkauft, und für das zur Disposition stehende Dünger-Vertriebsgeschäft in Argentinien wurden erste Vereinbarungen getroffen, ohne das Namen genant wurden. In Chile ist keine Anlagen mehr in Betrieb.

Umsatz rückläufig

Im 3. Quartal konnte Mosaic einen höheren Umsatz und Nettogewinn als im entsprechenden Vorjahrszeitraum erwirtschaften. Rückläufig war in der Zeit von Juli bis September der Preis für Kali. Mosaic nennt einen Durchschnittspreis von 291 US-$/t fob. Allerdings konnte Mosaic rund 400.000 t mehr Kalidünger ausliefern. Erfreulich entwickelte sich dagegen der Preis für Diammoniumphosphat (DAP). Dieser stieg in den Sommermonaten auf 461 (436) US-$/t fob. Bis zum Jahresende erwartet Mosaic eine Preisrange von 400 bis 425 US-$/t für DAP. Der Kalipreis dürfte zwischen 275,00 bis 295,00 US-$/t liegen. Insgesamt ist der Umsatz in den Monaten von Januar bis September 2014 auf 6,7 (6,8) Mrd. US-$ gesunken. Auch der Nettogewinn im Neunmonatszeitraum liegt mit 668 Mio. US-$ niedriger als 2013. (da)
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