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In Russland können demnächst tarifpolitische Einschränkungen für die Fleischimporte eingeführt werden. Nach Informationen der Moskauer Zeitung "Vedemosti" schlug das nationale Landwirtschaftsministerium vor, Einfuhren von Rind- und Schweinefleisch, die über einen Umfang von mindestens 280.000 t und 150.000 t hinausgehen, mit "verbietenden" Zöllen in Höhe von 50 Prozent des Zollwertes zu belegen. Bei Geflügelfleisch dürfte das Kontingent bei 400.000 t, der Zoll für die darüber liegenden Mengen aber sogar 100 Prozent betragen.

Mit den Vorschlägen reagierte das Ressort auf einen Gesetzentwurf über die Kontingentierung der Einfuhren von Agrar- und Ernährungsgütern aus entwickelten Ländern. Gemeint seien damit vor allem die EU-Staaten sowie die USA. Dem zufolge hat der Vorsitzende des russischen Fleischverbandes, Muscheg Mamikonjan, das Vorhaben negativ beurteilt. Nach seiner Auffassung müsste bei der Einführung der Tarifkontingente in Betracht gezogen werden, dass die heimischen Agrarproduzenten derzeit nicht im Stande seien, den Bedarf der Fleischindustrie an Rohstoff zu decken. (pom)
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