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Nachdem in Russland Ende vergangenen Jahres erstmals ein Tarifkontingent für die Importe von Rohzucker eingeführt wurde, erwägt Moskau, derartige Maßnahmen nun auch auf weitere Agrarerzeugnisse anzuwenden. Das gab der stellvertretende Ministerpräsident und Landwirtschaftsminister des Landes, Alexej Gordejew, in einem Interview für die Moskauer Tageszeitung "Vedomosti" bekannt. Gordejew zufolge könnten ab dem kommenden Jahr die Einfuhren von Reis kontingentiert werden. Diesem Schritt sollte nach seiner Auffassung die Einführung eines saisonalen Sonderzolls im Herbst 2001 vorangehen. Außerdem dürfte ein Kontingent für die Importe von Geflügelfleisch eingeleitet werden. Die neuen Marktschutzmaßnahmen, so Gordejew, bedürften einer Anpassung des nationalen Gesetzes über die Zolltarifpolitik. Einen entsprechenden Korrekturvorschlag habe die Regierung bereits entworfen. (pom)
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