Moskau schottet Agrartechnikmärkte ab


Russland erhebt vorübergehend einen Schutzzoll für Mähdrescher. Die Regierung will die heimischen Hersteller schützen. 

Ab Ende Januar 2013 gilt ein Zollsatz für Erntetechnik, der mit 27,5 Prozent sogar höher ist als vor dem Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO) im Sommer 2012. Heimische Hersteller hätten sich gegen zunehmenden Wettbewerb von importierten Maschinen beschwert, berichtete die Moscow Times zum Jahresende. Der höhere Zollsatz soll vorübergehend bis Juli 2013 für die gesamte Zollunion greifen, zu der neben Russland auch Weißrussland und Kasachstan gehören.

Der Zollsatz für importierte fabrikneue Mähdrescher war mit dem russischen WTO-Beitritt im August 2012 von 15 auf 5 Prozent abgesenkt worden. Die Beschwerden der russischen Hersteller beziehen sich allerdings bereits auf das 1. Halbjahr 2012 - also auf den Zeitraum vor dem WTO-Beitritt - in dem die Importe von Mähdreschern in die Zollunion um 92 Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr 2011 angestiegen sein sollen, berichtet die Moscow Times weiter. (db)
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