Moskau sendet gemischte Signale zu Getreideexport


Der russische Handelsminister schließt einen Ausfuhrstopp in diesem Herbst nicht aus. Das Agrarministerium reagiert prompt mit einem Dementi.

Das russische Landwirtschaftsministerium sehe keinen Grund dafür, den Getreideexport einzuschränken, dementiert der stellvertretende Landwirtschaftsminister Ilja Schestakow Informationen über einen möglichen Exportstopp, berichtet die Nachrichtenagentur Ria Novosti an diesem Freitagnachmittag.

„Wir haben außer einer Exportsperre auch viele andere Mechanismen zur Marktregelung. Der Exportstopp ist das letzte Mittel, zu dem wir nur im Fall einer katastrophalen Situation greifen dürfen, und heute haben wir eine angespannte Situation“, wird Schestakow weiter zitiert.

Zuvor hatte der Minister für Wirtschaftsentwicklung und Handel, Andrej Beloussow, vor Journalisten in Sotschi am Schwarzen Meer gesagt, dass die russische Regierung Einschränkungen im Getreideexport noch in diesem Herbst nicht ausschließe. Falls die Getreidepreise im Inland weiter ansteigen sollten, seien entsprechende Schritte möglich.

Die Weizenpreise in Russland bewegen sich aktuell auf einem sehr hohen Niveau. (pio)
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