Moskau verschiebt Getreidefreigabe


Bis auf weiteres verschoben ist in Russland die Freigabe von Interventionsgetreide. Das Agrarministerium will sich erst einen Überblick zur Versorgung schaffen. Eigentlich sollten ab dem heutigen Mittwoch 3 Mio. t Getreide aus staatlichen Beständen für die Versorgung von Tierhaltern freigegeben werden. Das Agrarministerium in Moskau teilt jedoch mit, dass die geplanten Ausschreibungen zurückgestellt werden. Einen neuen Termin nennt das Ministerium nicht.

Möglicherweise wird es gar keine Ausschreibungen des Interventionsgetreides geben. Denn Marktbeoachter gehen davon aus, dass die ursprünglich vorgesehene Menge von 3 Mio. t mehrfach überboten würde. Der Bedarf für die Inlandsversorgung dürfte wesentlich höher sein. Deswegen könnte es auch zu einer staatlich gelenkten regionalen Zuteilung der Mengen kommen. Insgesamt kann das Ministerium aus Interventionsbeständen 9,5 Mio. t Getreide bereitstellen. (db)
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