Russland plant Importverbote für Lebendvieh aus der gesamten EU. Grund sind Bedenken wegen des Auftretens von Viruserkrankungen. Die Veterinäraufsicht in Moskau hat angekündigt, ab dem 20. März bestehende Importverbote für lebende Rinder und Schafe auf Schweine sowie auf alle EU-Länder auszudehnen. Zur Begründung nennen die russischen Behörden nach Informationen von Agra Europe London Sorgen wegen des Auftretens des Schmallenberg-Virus. Bislang untersagt Russland bereits Importe von lebenden Rindern und Schafen aus EU-Ländern, in denen das Virus aufgetreten ist. Dazu gehören neben Deutschland die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Italien und das Vereinigte Königreich.

Außerdem besteht seit November ein Importverbot für lebende Schweine aus Deutschland, das allerdings nichts mit Viruserkrankungen zu tun hat, sondern mit Vorwürfen von Antibiotikarückständen. Nach Angaben von Agra Europe hat Russland im vergangenen Jahr 658.000 Lebendschweine und 39.000 lebende Rinder aus der EU importiert. (az)
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