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Mit zunehmender Sorge beobachten die deutschen Mühlen die aktuelle Witterung und ihre negative Auswirkung auf die diesjährige Ernte an Brotgetreide, teilt der Verband Deutscher Mühlen e.V., Bonn, mit. Die Niederschläge der vergangenen Wochen in allen Teilen des Landes haben die Qualität von Roggen und Weizen stark abfallen lassen, selbst dann, wenn das Getreide nicht auf den Boden gedrückt wurde. Die lagernden Partien haben naturgemäß die stärksten Qualitätseinbußen erfahren und weisen mittlerweile Fallzahlen auf, die das Getreide nach Angaben des Verbandes Deutscher Mühlen für die Herstellung von Mahlerzeugnissen unbrauchbar machen oder zumindest stark beeinträchtigen. Ein Ende der schlechten Wetterverhältnisse sei gegenwärtig nicht absehbar. Aber auch bei trockener Witterung können die Landwirte meist erst nach drei bis vier Tagen mit den Erntearbeiten beginnen. In den nordöstlichen Teilen des Bundesgebietes kommen mengenmäßige Einbußen durch die anhaltende Trockenheit im März/April diesen Jahres hinzu. Die Mühlen werden das Qualitätsniveau der Malerzeugnisse nur durch übergebietliche Einkäufe und intensive Separierungs- und Aufbereitungsmaßnahmen beibehalten können. Höhere Mehlpreise sind die Konsequenz dieser erntebedingten Situation, so der Verband Deutscher Mühlen weiter. (ED)
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