Mühlenkonzern beklagt ruinösen Wettbewerb

Schwache Mehlmargen will die VK Mühlen AG, Hamburg, durch Kostensenkungen ausgleichen. Die anderen Konzernbereiche wirtschaften erfolgreich.

Mit einem ausgeglichenen Ergebnis schließt die Kampffmeyer Milling Group, die für das deutsche Mehlgeschäft des Konzerns steht, das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 ab. In den Monaten Oktober bis Dezember sei der Rohertrag geringer gewesen, heißt es im heute veröffentlichten Quartalsbericht. Andererseits habe der Konzern die Kosten senken können und Einnahmen durch den Verkauf zweier Grundstücke erzielt.

Positive Ergebnisse haben dagegen nach Konzernangaben die beiden VK-Geschäftsfelder Kampffmeyer Food Innovation sowie Müller's Mühle erwirtschaftet. Insgesamt weist der Hamburger Konzern für das 1. Quartal 2012/13 ein positives Ergebnis vor Ertragsteuern von 0,8 Mio. € aus.

Im aktuell laufenden 2. Quartal berichtet VK Mühlen von anhaltend hohen Getreidepreisen verbunden mit Qualitätsproblemen. Das Branchenumfeld beschreibt der Konzern als „hochkompetitiv". Die gestiegenen Vollkosten ließen sich nicht in entsprechenden Mehlpreisen am Markt durchsetzen.

Innerhalb der Branche würden Unternehmen versuchen, bestehende Überkapazitäten zu Lasten der Rentabilität über mehr Menge auszulasten. Auf der Abnehmerseite beobachtet VK Mühlen die gegensätzliche Entwicklung: In der Backwarenwarenindustrie schreite die Konzentration fort. Damit wachse dort die Einkaufsmacht.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2012/13 will der Konzern am bisherigen Kurs festhalten, den nicht auskömmlichen Margen im deutschen Mehlgeschäft durch weitere Kostensenkungen zu begegnen. Der Vorstand zeigt sich optimistisch, mit dieser Strategie im Mühlengeschäft ein positives Betriebsergebnis zu erzielen. (db)
stats