Düngemittel

Müller lehnen Klärschlamm ab


Der Bayerische Müllerbund in München lehnt Klärschlamm als Dünger kategorisch ab. Vielmehr müsse dieses risikoreiche Abfallprodukt 100prozentig thermisch verwertet werden. Dies ist auch das erklärte Ziel der Bayerischen Staatsregierung. "Es ist widersinnig, wenn Kläranlagen mit einem hohen Aufwand zunächst Schadstoffe aus dem Abwasser entfernen um diese dann anschließend als Klärschlamm wieder auf die Felder ausgebracht werden", sagte der Geschäftführer des Bayerischen Müllerbundes, Dr. Josef Rampl gegenüber ararzeitung.de.

Im Klärschlamm, so Rampl, können sich unerwünschte Stoffe befinden, die sich dort anreichern. "Eine Wiederausbringung in die Natur und somit in den Nahrungs- und Futtermittelkrislauf muss daher unterbunden werden". Das damit verbundene unkalkulierbare Risiko können und wollen die Müller als Hersteller sicherer und qualitativ hochwertiger Nahrungs- und Futtermittel nicht eingehen, heißt es. Deshalb lehnen die Mühlen die Annahme von mit Klärschlamm gedüngtem Getreide ab, so Rampl. (HH)
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