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Für Verwirrung sorgten Berichte, wonach N-haltige Düngemittel im Frühjahr im Preis nachgeben werden. Im Gegenteil - für März und April haben die Düngemittelproduzenten die Preise weiter angehoben. Nach einer Umfrage der Agrarzeitung Ernährungsdienst sehen Marktteilnehmer derzeit keine Anzeichen für ein Bröckeln der Preise für N-Dünger. Ammoniak als wichtigster Rohstoff bei der Herstellung von Stickstoffdünger hat sich in den vergangenen vier Wochen um rund 20 auf 250 US-US-$/t cif Westeuropa verteuert. Dazu kommt, dass das Angebot an N-Düngern klein ist, da die USA die west- und osteuropäischen Märkte für Harnstoff und AHL "regelrecht leer kaufen", berichtete ein Unternehmenssprecher. Nach den umfangreichen Kapazitätsstilllegungen von N-Produktionsanlagen in 2000 gibt es in Westeuropa bei N-Düngern keine Überkapazitäten mehr. Die Bestellungen für KAS und NPK können nur monatsweise gemäß dem Kontingent, das die Produzenten mit den Händlern vereinbart hätten, produziert und geliefert werden. Nach wie vor gestalten sich für die westeuropäischen Produzenten die Exportaufträge nach Asien und Nordamerika als äußerst lukrativ, da weitaus höhere Erlöse als in der EU erzielt werden können. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der heutigen Ausgabe der Agrarzeitung Ernährungsdienst. (da)
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