Geflügelpest

NGW sagt Mitgliederversammlung ab

Die niedersächsische Geflügelwirtschaft reagiert auf die verschärfte Gefahrensituation und sagte die für Donnerstag, 1. Dezember, geplante Vortragsveranstaltung und Mitgliederversammlung ab. Nachdem in der vergangenen Woche der Virustyp H5N8 in einem Putenbestand bei Cloppenburg nachgewiesen wurde, will der Landesverband der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft (NGW) keine Risiken eingehen. Im Rahmen der notwendigen Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen sollten Zusammenkünfte von Geflügelhaltern vermieden werden, teilte der NGW-Vorstand mit. Dies gelte auch für lange gelpante Treffen der Erzeugergemeinschaften, die ebenfalls abgesagt wurden. Die Versammlung der NGW soll Anfang 2017 nachgeholt werden.

Tote Reiherende bei Hannover

Am Wochenende wurde die Vogelgrippe erstmals in der Region Hannover nachgewiesen. Eine in Isernhagen gefundene tote Reiherente sei mit dem H5N8-Vorustyp infiziert gewesen, teilte die Region Hannover mit. Um den Fundort wurden ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet.

Neue Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

Auch in Mecklenburg-Vorpommerns werden noch immer Wildvögel tot aufgefunden, die an der Geflügelpest H5N8 verendet sind. Inzwischen konnte das hochpathogene H5N8-Virus in dem Bundesland bei 116 Wildvögeln bestätigt werden. Die Behörden richteten bisher in 38 Fällen Restriktionszonen ein. Im Hausgeflügelbestand gebe es mittlerweile 11 bestätigte Seuchenobjekte, teilte das Landwirtschaftsministerium in Schwerin mit.

18 Haugeflügelbestände in Deutschland betroffen

Deutschlandweit ist das Virus der Geflügelpest bislang in 18 Hausgeflügel-Bestände gelangt. Insgesamt starben bundesweit 415 tot aufgefundene Wildvögel nachweislich an der hoch pathogenen Form der Aviären Influenza H5N8. (SB)
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