Das Unternehmen hat am Montag erste Listen mit zum Verkauf stehenden Filialen in Nordrhein-Westfalen verschickt, berichten verschiedene Medien. Am Freitag vergangener Wochen waren die von der Gewerkschaft verdi eingeleiteten Rettungsgespräche zwischen Edeka, Markant, Norma, Rewe und Tengelmann gescheitert.

In NRW, wo nun der Ausverkauf eingeleitet wird, betreibt Kaiser's Tengelmann 107 Märkte mit rund 3.500 Mitarbeitern. Bundesweit kommt Tengelmann noch auf mehr als 400 Filialen, berichtet lebensmittelzeitung.net.

Tengelmann-Chef Haub zeigte sich aber weiter offen für eine einvernehmliche Lösung, die die Arbeitsplätze der rund 15.000 Beschäftigten von Kaiser's Tengelmann sichere. Das "Zeitfenster" schließe sich erst, wenn die erste Filiale verkauft sei. Für eine Rückkehr an den Verhandlungstisch gebe es somit noch einen Rest Hoffnung, berichtet lebensmittelzeitung.net.

Angesichts der drohenden Zerschlagung hatte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) zudem ein Schlichtungsverfahren ins Gespräch gebracht. Der Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel appellierte am Montag an die Beteiligten, die Gespräche um eine Einigung fortzusetzen. (az)
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