Der nordrhein-westfälische Landwirtschaftminister startet Internet-Seite zu Produktrückrufen. Andere Bundesländer sollen folgen.

Im Zuge des Skandals um falsch deklarierte Rindfleischlieferungen will NRW-Minister Johannes Remmel (Grüne) auf einer zentralen Plattform Informationen für die Verbraucher bereitstellen.

Auf der neuen Internet-Seite www.rueckrufe.nrw.de werden alle Produkte aufgelistet, die in den vergangenen Tagen wegen nachgewiesener Funde von Pferdefleisch aus dem Handel genommen wurden mussten.

Zuvor hatte Remmel den Handel und Verbraucherministerin Ilse Aigner aufgefordert eine bundesweite Plattform zu erstellen. Diese Lücke sei jetzt geschlossen. Mit den anderen Bundesländern sei vereinbart, dass auch dort entsprechende Seiten aufgebaut werden.

Informationen über amtliche Proben werden auf der Plattform jedoch nicht zu finden sein. Da von den Produkten keine akute Gesundheitsgefahr ausgeht, ist eine Nennung rechtlich nicht zulässig. Diese Gesetzeslücke wird von Minister Remmel kritisiert. (az)
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