Ab sofort sind in Nordrhein-Westfalen (NRW) Transporte von Wirtschaftsdünger meldepflichtig. Die Landesregierung möchte den Verbleib besser überwachen. Jeder Betrieb, der Wirtschaftsdünger abgibt, muss einmal im Jahr die Mengen und Nährstoffgehalte an die Landwirtschaftskammer NRW melden. Die Meldepflicht ist frühestens nach Ablauf des neuen Wirtschaftsjahres zu erfüllen. Damit muss die erste vollständige Meldung zu abgebenen Mengen bis zum 31. März 2014 vorliegen, bestätigte das Ministerium gegenüber agrarzeitung.de.

Das Landwirtschaftsministerium begründet die Maßnahme mit dem Schutz des Grundwassers. Da der Stickstoffeintrag heute auf jährlich 170 kg/ha Stickstoff begrenzt sei, werde Wirtschaftsdünger zunehmend in andere Betriebe mit ausreichender Flächenausstattung verbracht, beobachtet das Ministerium. Hinzu kämen noch die Gärreste aus Biogasanlagen sowie aus den Niederlanden und Belgien importierte Mengen an Gülle und Geflügeltrockenkot. (jst)    
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