Nordrhein-Westfalen ist dem „Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen" beigetreten. Umgesetzt wird damit ein Beschluss des Landtags. Agrarminister Johannes Remmel hat zu Wochenbeginn in Brüssel im Namen der Landesregierung die Beitrittserklärung zum „Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen" unterzeichnet. Das Netzwerk setzt sich im Rahmen des geltenden EU-Gemeinschaftsrechts für einen wirksamen Schutz einer gentechnikfreien Landwirtschaft ein. "Das Ziel des Netzwerks entspricht der erklärten Absicht der Landesregierung, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, NRW gentechnikfrei zu halten", so Remmel laut einer Pressemitteilung seines Ministeriums.

Dazu ist es laut Remmel notwendig, auf eine Nulltoleranz-Grenze zu bestehen: "Es muss auf EU-Ebene sichergestellt werden, dass es keine Verunreinigungen von Saatgut oder von Lebens- und Futtermitteln mit nicht in der EU zugelassenen gentechnisch veränderten Organismen gibt." Verbraucherinnen und Verbraucher müssten davor geschützt werden, ungewollt ein Produkt mit gentechnisch veränderten Bestandteilen zu erwerben. Ebenso müssten die Erzeuger wie Landwirte sicher sein, dass sie Produkte ohne Gentechnik herstellen können. (az)
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