Der nordrhein-westfälische Agrarminister Johannes Remmel hat gestern mit Vertretern des Dialogs Landwirtschaft und Umwelt ein Positionspapier vorgelegt. Ziel ist die Senkung des Verbrauchs landwirtschaftlicher Flächen.  Um 17,4 ha hat die Landwirtschaftsfläche in Nordrhein-Westfalen 2011 täglich abgenommen. Auf das Jahr gerechnet sind alleine der nordrhein-westfälischen Landwirtschaft  40 Quadratkilometer Fläche verloren gegangen, teilt das Agrarministerium in Düsseldorf mit. „Diesen Verlust können wir uns angesichts des wachsenden Bedarfs an regionalen Lebensmitteln und des zunehmenden Energiebedarfs aus nachwachsenden Rohstoffen nicht mehr leisten", sagte  Agrarminister Remmel.

Kernforderung im Positionspapier „Flächenverbrauch und Nutzungskonkurrenzen" ist die Senkung des Flächenverbrauchs auf maximal fünf Hektar pro Tag bis 2020. Zudem soll die Innenentwicklung Vorrang vor der Inanspruchnahme neuer Flächen im Außenbereich haben. Neue Flächenkataster und Monitoringsysteme sollen in Zukunft das Flächenrecycling unterstützen. Den Bund forderte der Dialog auf, bei der anstehenden Novelle des Baugesetzbuches die Senkung des Flächenverbrauchs als vordringliche Aufgabe einzubeziehen.

Der Dialog Landwirtschaft und Umwelt wurde im Februar 2011 gegründet. Teilnehmer sind Repräsentanten von Verbänden und Institutionen aus Landwirtschaft, Umwelt- und Naturschutz, Tierschutz und Verbraucherschutz sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Diskutiert wurden in bisher vier Sitzungen Themen aus den Bereichen Agrarpolitik, Naturschutz und Gewässerschutz. (sch)
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