DLG-Feldtage

Nachbau: Unbürokratisches System gesucht


Matthias Finck ist Vorsitzender des Saatgutverbandes Sachsen-Thüringen
-- , Foto: AW
Matthias Finck ist Vorsitzender des Saatgutverbandes Sachsen-Thüringen

Saatgut sei das wichtigste Betriebsmittel, sagte Matthias Finck, Vorsitzender des Saatbauverbandes Sachsen-Thüringen. Aber die Sortenvielfalt überfordere viele Landwirte. Die Unterschiede zwischen den Sortenmerkmalen seien oftmals gering.

"Wir brauchen mehr neugezüchtete Sorten als neuerfundene Sorten", forderte Finck. Da Züchtung aber lange Zeit in Anspruch nehme, wissen die Züchter oft nicht, was die Landwirte für Sorten in einem bestimmten Jahr bräuchten, entgegnete die BDP-Vorsitzenden Stephanie Franck. So sei auch in diesem Jahr nicht vorhersehbar gewesen, dass eine "Gelbrostepidemie" ausbreche. Züchutngsfortschritt sei ein Weg der kleinen Schritte.

Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer gestern aber darin, dass die Sortenzulassung weiterhin von Züchtern, Bundessortenamt und öffentlichen Beratungsträgern gemeinschaftlich getragen werden soll. Auch in puncto Nachbauregelung wollen alle ein faires und unbürokratisches System.

Dr. Werner Kloos vom Bundeslandwirtschaftsministerium erklärte, dass das BMEL gerne als Moderator zur Verfügung stehe. Der BDP-Vorsitzenden Stephanie Franck ging dies jedoch  nicht weit genug. Sie forderte eine gesetzliche Regelung. (AW)
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