Saatgut

Nachbau bis Ende Juni erklären


Im Auftrag der Pflanzenzüchter fragt die STV Landwirte den Nachbau im Anbaujahr Herbst 2015/Frühjahr 2016 ab. Angaben können grundsätzlich bis zum 30. Juni 2016 per Post oder online bei der STV eingereicht werden. Alternativ können Landwirte die Nachbaugebühr auch eigenständig ermitteln und begleichen. In diesem Fall gilt ebenfalls die gleiche Frist.

Landwirte dürfen im eigenen Betrieb erzeugtes Erntegut bestimmter Arten dann zu Saatzwecken im eigenen Betrieb erneut einsetzen, wenn sie Nachbaugebühren rechtzeitig bezahlen und gegenüber der STV Auskunft geben. Orientierung gibt der Nachbauratgeber, der neben der Vertragssortenliste wichtige Informationen für den Umgang mit Saat- und Pflanzgut sowie zu den rechtlichen Rahmenbedingungen des Nachbaus enthält.

Die STV handelt im Auftrag der Züchter und setzt sich nach eigenen Angaben für eine gerechte Entlohnung der Züchtungsleistung ein. „Diese Honorierung der züchterischen Arbeit und ein fairer Saatgutmarkt sind die Voraussetzungen dafür, dass Landwirte auch in Zukunft von leistungsstarken Sorten profitieren und bestes Saatgut als Betriebsmittel einsetzen können“, erklärt STV-Geschäftsführer Dirk Otten.

Nachbaugebühren sind gemäß der aktuellen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs bis zum Ende des jeweiligen Wirtschaftsjahres, in dem Nachbau betrieben wurde, zu zahlen. Die Zahlungspflicht besteht unabhängig davon, ob zuvor ein Auskunftsersuchen der STV beantwortet oder von dieser eine Zahlungsaufforderung verschickt wurde.  (mrs)
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