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In Frankreich werden künftig Nachbaugebühren bei der Vermarktung von Weizen fällig. Landwirte, die Z-Saatgut verwenden, erhalten eine Gutschrift. Auf ein solches System haben sich nach Informationen des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bonn, jetzt die Verbände der Saatgut- und Getreideerzeuger geeinigt. Kernpunkt ist die Einführung einer Nachbauabgabe auf Weichweizen, die beim Verkauf des Getreides an die Erfassungsbetriebe erhoben wird, meldet der DBV. Die Abgabe beträgt 0,5 €/t für sämtlichen verkauften Weichweizen. Käufer von Z-Saatgut erhalten zum Ausgleich eine Gutschrift in Höhe von 2 €/dt Saatgut, die sie beim nächsten Saatguteinkauf einlösen können.

Dem französischen Verband der Getreideerzeuger AGPB zufolge errechnet sich aus der Abgabe auf den Getreideverkauf eine Nachbaugebühr, die bei einem Durchschnittsertrag von 70 dt/ha circa 3,50 € /ha beträgt. Das ergibt einen mittleren Gebührensatz von 39 Prozent der Züchterlizenz. Die Gebührenbelastung steigt mit zunehmender Ertragsleistung und erreicht bei 100 dt/ha circa 5,00 € /ha, was einem Gebührensatz von 56 Prozent entspricht. (ED)

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