Partnerschaft

Nachhaltig Kartoffeln anbauen


Bayer Crop Science und Farm Frites haben eine gemeinsame Initiative für einen nachhaltigen Kartoffelanbau in den Niederlanden und Belgien gestartet. Vertragslandwirte von Farm Frites sollen durch eine spezielle Beratung in die Lage versetzt werden, ihre Produktion bei steigenden Erträgen und besserer Qualität umweltverträglicher zu gestalten, teilte Bayer Crop Science mit. Farm Frites ist auf die Züchtung, Auswahl, Verarbeitung und Verpackung von tiefgefrorenen und frischen Kartoffelprodukten spezialisiert. Es ist das drittgrößte kartoffelverarbeitende Unternehmen der Welt und erfasst jährlich mehr als 1,3 Millionen Tonnen Kartoffeln.

Bayer Crop Science bringt in seinen „Food-Chain-Partnership-Initiativen“ Landwirte, Verarbeitungsbetriebe und Händler zusammen. Das gemeinsame Ziel besteht darin, das umfassende Wissen des Unternehmens über die Kulturpflanzen zu nutzen. So können Produktivität und Wirtschaftlichkeit mit Hilfe nachhaltiger Anbaumethoden zum Nutzen aller beteiligten Partner gesteigert werden. In 30 Ländern und für 40 Kulturen, vor allem Obst und Gemüse, werden diese Partnerschaften bereits seit zehn Jahren praktiziert. Das Modell werde zurzeit auf weitere Flächenkulturen wie Raps, Weizen und Reis ausgedehnt.

Lokal angepaste Lösungen

„Die Kartoffel ist für Landwirte in Westeuropa eine wertvolle Feldfrucht und ein wichtiger Rohstoff für die weiterverarbeitende Industrie, zum Beispiel für die Produktion von Flocken, Püree und Pommes frites", sagt Leon Boer, Leiter des Kartoffeleinkaufs von Farm Frites. Deshalb sei die Einführung nachhaltiger Anbaumethoden ein Muss für Landwirte. „Mit dieser Kooperation wollen wir unsere Vertragslandwirte dabei unterstützen, unsere hohen Qualitätsstandards zuverlässig zu erfüllen und wettbewerbsfähig zu bleiben“, so Boer. Im Rahmen dieser Initiative werde Bayer Crop Science sein umfangreiches Know-how in Kartoffelanbau und Nachhaltigkeit weitergeben, erklärte Silke Friebe, Leiterin Food Chain Management bei Bayer Crop Science. „Unsere Kernkompetenzen liegen in der Entwicklung und Bereitstellung integrierter Kulturlösungen, die lokal angepasst und auf die jeweiligen Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten sind. Das gemeinsame Ziel besteht darin, einen nachhaltigen Produktivitätsanstieg zu unterstützen und die Qualität der Ernteerzeugnisse zu verbessern“, so Friebe.

Erfahrungsaustausch fördern

Fünf Pilotbetriebe, drei in Belgien und zwei in den Niederlanden, die ihre Erzeugnisse an Farm Frites liefern, wurden für die kommende Kartoffelsaison ausgewählt. Die beiden niederländischen Betriebe sind auch Mitglied der Stiftung „Veldleeuwerik" (Feldlerche), einer Kooperation zwischen Landwirten und lebensmittelverarbeitenden Betrieben, die sich für mehr Nachhaltigkeit in der landwirtschaftlichen Produktion einsetzt. Alle Pilotbetriebe werden die Veldleeuwerik-Prinzipien anwenden, um ihre Entwicklungen in den letzten fünf Jahren im Hinblick auf Nachhaltigkeit einzuschätzen. Um den Erfahrungsaustausch unter Landwirten zu fördern und eine Plattform zum Wissenstransfer zu schaffen, werden Bayer und Farm Frites Ende Mai eine „Tour de Farm" veranstalten, die aus einer Reihe von „Tagen des offenen Feldes" bei den Pilotbetrieben besteht. (SB)
stats