Laut einem an diesem Montag verkündeten Beschluss des Landgerichts Bielefeld gibt die 9. Zivilkammer Clemens Tönnies, dem Geschäftsführer der Unternehmensgruppe, und seinem Neffen Robert Gelegenheit, ihre Stellungnahmen zu ergänzen. Das berichtet die Lebensmittelzeitung auf ihrem Internetportal LZnet.

In dem Streit geht es um einen 5-Prozent-Anteil an dem Fleischverarbeiter. Robert Tönnies hatte diesen Anteil 2008 seinem Onkel Clemens geschenkt. Auch sein jüngerer Bruder gab einen 5-Prozent-Anteil an den Onkel ab und verkaufte seine restlichen Anteile an Robert. Aktuell halten sowohl Robert Tönnies als auch sein Onkel Clemens 50 Prozent an der Tönnies-Gruppe. Robert Tönnies verlangt den 5-Prozent-Anteil zurück und erhebt Vorwürfe gegen den Onkel.

Dem LG Bielefeld zufolge muss als nächstes geprüft werden, ob Robert Tönnies überhaupt zum Widerruf der Schenkung berechtigt sei, da nicht er, sondern der Testamentsvollstrecker das umstrittene Schenkungsversprechen abgegeben habe. Die mündliche Verhandlung soll am 20. April und nach LZ-Informationen ohne die Vernehmung von Zeugen fortgesetzt werden. (az)
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