Nahrungsmittelknappheit rechtzeitig begegnen

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Die Nahrungsmittelsicherheit und der Schutz der Umwelt seien die größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Dazu müsse einerseits die Produktivität in der Landwirtschaft durch ein geeignetes gesetzliches Rahmenwerk gesteigert werden. Zum anderen muss der Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Boden und Wasser optimiert werden, so lautet das heutige Fazit der Teilnehmer des 2. Forums zur Zukunft der Landwirtschaft (FFA) in Brüssel. "Wir gehen auf eine Zeit der Nahrungsmittelknappheit zu", erklärte Franz Fischler, ehemaliger EU-Agrarkommissar und FFA-Präsident, heute auf dem Forum, das von der European Landowners Organization (ELO) und von Syngenta veranstaltet wird. Erschwert werde die derzeitige Lage durch den staatlich gelenkten Handel, unzureichende finanzielle Mittel und Umweltprobleme. Der Markt habe seine magische Kraft verloren. Subventionen landwirtschfatlicher Betriebe, die den Handel nicht verzerren, müssten daher beibehalten werden, um die Knappheit nicht zu verschärfen. Ferner müssten auch die Länder der südlichen Hemisphäre Bodenreformen durchführen, um auch den Armen Zugang zu Grund und Boden ermöglichen. (AW)
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