Weltmarkt

Nahrungsmittelpreise ziehen an

Laut einer Mitteilung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), stieg der von ihr berechnete Preisindex gegenüber Juni um 2,3 Prozent auf 179,1 Punkte. Das war der höchste Stand seit Anfang 2015. Verglichen mit dem Vorjahresmonat lag das Plus bei 10,2 Prozent.

Insbesondere Butter befindet sich weiterhin auf einem Höhenflug.
-- , Fotos: Erich Gebhard /pixelio.de
Insbesondere Butter befindet sich weiterhin auf einem Höhenflug.
Hintergrund für den jüngsten Anstieg sind laut FAO vor allem Angebotsengpässe und Wechselkursschwankungen. In der Folge übertraf der Subindex für Zucker im Juli mit 207,5 Punkten das Vormonatsniveau um 5,2 Prozent. Das Preisniveau liegt aber immer noch 25,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Grund dafür sei den Marktexperten zufolge die deutliche Aufwertung des Real in Brasilien. Das Land gilt als größter Zuckerlieferant am Weltmarkt.

Weizen, Reis, Mais und Milch ziehen an

Aufwärts ging es laut FAO auch mit der Preismesszahl für Getreide, und zwar im Vergleich zum Vormonat um 5,1 Prozent auf den neuen Jahreshöchstwert von 162,2 Punkten. Verantwortlich dafür seien die erneut gestiegenen Notierungen für proteinreichen Weizen und Reis, während die Maispreise stabil tendiert hätten. Gleichzeitig kletterte der Subindex für Milcherzeugnisse um 3,6 Prozent auf 216,6 Punkte. Damit wurde das Vorjahresniveau sogar um 52,2 Prozent übertroffen. Vor allem die Hausse der Butterpreise habe weiterhin für einen Anstieg des Milchindex gesorgt, erläuterten die Analysten aus Rom.

Fleisch bleibt gleich, Soja stützt den Raps

Der Subindex für Fleisch bewegte sich der FAO zufolge im Juli mit 175,1 Punkten auf dem Niveau des Vormonats seitwärts. Pflanzenöle sackten nach einem Zwischenhoch im Mai nun erneut ab. Der betreffende Teilindex sank um 1,1 Prozent auf 160,4 Punkte und erreichte damit den niedrigsten Stand seit August 2016. Als Ursache nannte die FAO vor allem gesunkene Preise für Palmöl als Folge optimistischer Produktionsprognosen für Südostasien und die gleichzeitig schwache Nachfrage am Weltmarkt. Die Rapsölnotierungen erhielte hingegen Unterstützung vom Sojaölkurs. (mrs)
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