In Gronau-Epe nahe der niederländischen Stadt Enschede sind bereits sechs Kühe gekeult worden, weil sie mit Rohöl verseuchtes Wasser aus einer Pfütze von der Weide getrunken hatten. Mittlerweile sind auch auf Weiden von benachbarten Höfen weitere Öllachen gefunden worden. Die Bergbauabteilung der Bezirksregierung Arnsberg ist auf der Suche nach der Ursache.

Denn vermutlich stammt das Rohöl aus den ehemaligen Salzkavernen unterhalb der Weiden, in denen Teile der nationalen Ölreserven Deutschlands eingelagert sind. Insgesamt lagern dort nach Angaben aus der Osnabrücker Zeitung 1,4 Mio. Kubikmeter Rohöl in drei Kavernen. In weiteren Kavernen in der Nähe baut die Salzgewinnungsgewerkschaft Westfalen (SGW) noch immer Salz ab. In den leeren Kavernen galt die Lagerung von Öl bislang als sicher. Darum wurden zunächst die Verbindungspipelines zwischen den Lagerstätten auf Dichtigkeit geprüft. Bislang konnte kein Leck gefunden werden.

Das Gebiet ist vorerst abgesperrt. Die nahegelegenen Wasserläufe werden intensiv kontrolliert. Ölsperren sollen eine weitere Verseuchung von Gelände und Gewässern verhindern.(brs)
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