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Naturschutz auf dem Land sei nur mit der Landwirtschaft möglich, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke gestern auf einer Veranstaltung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes in Bestig-Velmede. Bei der Umsetzung der Fauna, Flora- und Habitat- (FFH-) Richtlinie dürfe nicht nach dem Motto "Fix, Fertig und Heimlich" gehandelt werden, so Funke. Niemand solle die Landwirte beim Naturschutz außen vor halten. Schließlich handele es sich bei den meisten FFH-Flächen um Felder, Fluren und Hecken, die von Landwirten bewirtschaftet, erhalten und gepflegt werden. FFH könne nur dann erfolgreich verwirklicht werden, wenn es für Fakten, Fairness und Harmonie stehe. Funke wies erneut darauf hin, dass die Entwicklung ländlicher Räume künftig die zweite Säule der Agrarpolitik sein werde, um zusätzliche Einkommensmöglichkeiten zu schaffen. (ED)
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