TV und Lebensmittel

Negativberichte haben die Nase vorn


Um das Image, das TV-Berichte zur Ernährungswirtschaft transportieren, könnte es besser bestellt sein. Insgesamt 316 Beiträge im deutschen Fernsehen haben sich im vergangenen Jahr mit Fragestellungen rund um den Themenbereich Ernährung und Lebensmittel auseinandergesetzt. Dabei überwiegen ganz klar kritische Beiträge, stellt die Unternehmensberatung für Kommunikation, Engel & Zimmermann, weiter fest. Seit Jahren schon sei eine stetige Zunahme bei TV-Sendungen und Beiträgen, die sich „tendenziell kritisch mit der Herkunft und Herstellung von Lebensmitteln“ auseinandersetzen, zu beobachten, stellen die Kommunikationsberater fest.

Die Berater haben die Beiträge nach der Häufigkeit bestimmter Themen sortiert. Dabei stehen sachliche Formate wie Warenkunde und Qualitätschecks mit 53 Beiträgen zwar auf Platz Eins. Auf den Plätzen zwei bis fünf folgen aber sogleich kritische Betrachtungen zur Gesundheit von Lebensmitteln (Rang 2/30 Beiträge), häufig verbunden mit Warnungen vor „krank machenden“ Produkten. An dritter Stelle folgten 26 Beiträge zur vermeintlichen Verbrauchertäuschung. Immerhin 25 TV-Formate setzten sich mit Missständen in der Tierhaltung auseinander; Sendungen zu belasteten Lebensmitteln stehen mit 23 Beiträgen auf Platz 5. (pio)
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