Tierschutzprogramm

Nestlé verbannt Käfigeier aus US-Produkten


Bei uns nur Bodenhaltung
In deutschen Werken, die Nestlé-Produkte für den Lebensmitteleinzelhandel herstellen, werden seit August 2011 ausschließlich Eier aus Bodenhaltung verarbeitet. Begonnen wurde mit der Umstellung auf Bodenhaltung bereits im Jahr 2010, teilte Nestlé Deutschland auf Anfrage von agrarzeitung.de mit. (SB)
In fünf Jahren sollen in Nestlé-Produkten für den US-Markt keine Eier verarbeitet werden, die auf Käfighaltung stammen. Der Konzern hatte schon vor längerer Zeit angekündigt, auf Käfigeier verzichten zu wollen, aber keinen konkreten Zeitpunkt genannt. Nestle verarbeitet nach eigenen Angaben jährlich rund 9000 t Hühnereier unter anderem für Produkte der Marken Buitoni (Nudeln) und Häegen-Dazs (Eis).

„Unsere Produkte stehen in den Kühlschränken und Speisekammern unserer sozial bewussten Verbraucher in den Vereinigten Staaten, und wir teilen deren Überzeugung über die Bedeutung  verantwortungsbewusster Zutaten", sagte Paul Grimwood, Chairman und CEO von Nestlé USA. „Die Umstellung auf Eier ohne Käfighaltung ist eine weitere Möglichkeit, auf die Verbraucherwünsche zu reagieren und den Tierschutz zu verbessern", so Grimwood weiter.

Die Initiative für Eier baue auf Nestlés Tierschutzprogramm aus dem Jahr 2012 auf, das 2014 weiterentwickelt wurde. Der Konzern bemühe sich auch, das Kupieren von Schwänzen bei Schweinen, die Haltung von Sauen und Kälbern in Kastenständen zu beenden. Nestlé arbeitet dabei mit der Tierschutzorganisation World Animal Protection zusammen. (SB)
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