Künftig sollen weniger Unternehmen billigeren Strom bekommen. Die Bedingungen dafür werden verschärft. Die Bundesnetzagentur schafft härtere Voraussetzungen, nach denen Firmen von der Entgeltzahlung für die Nutzung des Stromnetzes befreit werden können. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) in ihrer heutigen Ausgabe.

Dem Bericht zufolge sollen nur noch jene Unternehmen ab Januar 2013 in den Genuss um bis zu 80 Prozent reduzierter Kosten kommen, die eine Stromabnahme von mehr als 100 Kilowatt (kW) von den Hauptzeiten des Stromverbrauchs in Randzeiten verlagern. Damit würden die Bedingungen in den unteren Netzebenen verschärft, „um zukünftig auch dort nur dann ein reduziertes Netzentgelt zu gewähren, wenn tatsächlich maßgeblich zur Entlastung des Netzes beigetragen wird".

Fachleute gingen davon aus, dass damit künftig rund ein Drittel der Anträge auf Befreiung oder Kostenreduzierung hinfällig werde. Die Zahl der Anträge auf Befreiung von den Netzentgelten war den Angaben zufolge im vergangenen Jahr und 2012 sprunghaft gestiegen. Die Kosten dafür würden sich laut Netzbetreiber 2013 auf mehr als 800 Mio. € belaufen. (az)
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