Pflanzen in ihrer Ausgestaltung von der Wurzel- bis zur Blattspitze standardisiert zu beschreiben, ist Voraussetzung, um Unterschiede beurteilen zu können. Ein Forschungsnetzwerk entwickelt die notwendige Technik.

Das Wachstum von Pflanzen vollzieht sich in einem komplexen Wechselspiel zwischen Genom und Umwelt. Dabei entwickelt jede Pflanze ihren individuellen Phänotyp. Um die Einflüsse von Pflanzenzüchtung und Wachstumsbedigungen messen zu können, ist eine exakte Beschreibung des Erscheinungsbildes der Pflanze, des Phänotyps, notwendig. Mit modernen Techniken, wie der Magnetresonanzspektroskopie, ist es möglich, sogar die Pflanzenwurzeln exakt zu vermessen, ohne die Pflanzen zu zerstören.

In einem engen Zusammenspiel moderner Techniken soll die Phänotypisierung nun noch schneller und effizienter werden. Dafür arbeiten das Forschungszentrum Jülich (Koordination und die Geschäftsstelle), das Leibnitz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung Gatersleben und das Helmholtz Zentrum München im Deutschen Pflanzen-Phänotypisierungsnetzwerk (DPPN) zusammen. 

Das DPPN wird vom Bundesforschungsministerium für fünf Jahre mit 34,6 Mio. € gefördert. Das DPPN ist bereits bei seiner Entstehung international vernetzt: Das von der EU mit ca. 5,5 Mio. € geförderte European Plant Phenotyping Network (EPPN) hat seine Arbeit Anfang 2012 aufgenommen und vernetzt auf europäischer Ebene die Forschungszusammenarbeit. (brs)
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