Neuansaaten verursachen hohe Kosten

Die Kosten für den Umbruch von ausgewinterten Beständen belasten Landwirte. Der Deutsche Bauernverband (DBV) appelliert an Behörden und Züchter, pragmatische Lösungen für die enge Saatgutversorgung zu suchen. Der DBV weist in einer offiziellen Erklärung heute in Berlin auf die angespannte Lage der deutschen Landwirte auf Grund der Auswinterungsschäden hin. Neuaussaaten verursachten erhebliche Mehrkosten. Landwirte sollen finanziell entlastet werden. Das DBV-Präsidium appelliert an das Bundesagrarministerium (BMELV) zusammen mit der EU-Kommission, Wege zu finden, um das EU-Verfahren zur Genehmigung von Behelfssaatgut zu beschleunigen.

Derzeit seien Züchter und Handel bemüht, eine Lösung zu finden, um den Landwirten in diesem Frühjahr mit der außergewöhnlich knappen Saatgutversorgung entgegenzukommen. Wie die Pflanzenzüchter betonen, verbietet die Gesetzeslage die Aussaat von Konsumgetreide, das nicht aus dem eigenen Betrieb stammt. Dennoch suchen sie nach einer gemeinschaftlichen Lösung. Möglich wäre nach Darstellung des DBV eine Aufteilung der Z-Lizenzgebühren für die erneut eingesäten Flächen unter allen Beteiligten. (da)
stats