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Die erste großtechnische Biogasanlage die ohne Gülle betrieben werden kann, wurde am Mittwoch in Eukirchen eingeweiht. Die Anlage ermögliche es auch Landwirten ohne Tierbestand, im Biogassektor tätig zu werden, erklärte Alexander Müller, Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium. Damit eröffneten sich neue Einkommensquellen für die Landwirtschaft. Die Biogasanlage der Schornbuscher Biogas GmbH & Co. KG werde ausschließlich mit Energiepflanzen und organischen Reststoffen betrieben. Als erzeugbare elektrische Leistung werden 500 kW genannt. Ausgelegt ist die Euskirchener Anlage auf jährlich 7.200 t feste Substrate wie Mais und 2.000 t Flüssigsubstrat, überwiegend Flotatfette. Dabei fallen etwa 1,5 Millionen Kubikmeter Biogas an, die über ein Blockheizkraftwerk in Wärme und Strom umgewandelt werden. Die Anlage wird vom Bundesverbraucherministerium gefördert und von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) als Projektträger betreut.

Die güllefreie Nassvergärung wird bislang nur vereinzelt zur Verstromung von Energiepflanzen genutzt. Dadurch waren reine Marktfruchtbetriebe zunächst von der Bioenergieproduktion als zusätzlicher Einkommensquelle ausgeschlossen. (ED)

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